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  • Moni

Wenn einer eine Reise tut,....

Erzählen können wir vieles über diese lange Zeit an Bord. Ob unsere Heimreise dies noch toppen kann?

Was war denn da so spannend? Oder was haben wir (oder zumindest ich) gelernt?


Wir verlassen die Amelia bei leicht trübem Wetter.

Pflücken noch den roten Holunder für den Gelee und fahren via Henån, Stenungssund auf die Autobahn.

Bereits als wir in Henån an der Tankstelle tankten, kam es mir vor, als wenn ich erneut eine Art von Seekrankheit bekomme. Schnell stellte ich mir die Frage, ob sich mein Wesen seit den langen Passagen von Island derart verändert hat, dass ich sogar das Auto fahren nicht mehr vertrage....?


Es wurde nicht besser, sondern zusehends schlechter. Die Auffahrt zur Autobahn, Fenster runter und ....., dies war der Beginn einer ca. 2.5 stündigen Erbrechzeit, welche danach mit Durchfall weiterging.


Peter meinte mal dazwischen, er erinnere sich an seine Kindheit, als seine Mutter mal schwarzen Holunder ins Birchermüesli tat und danach alle erbrechen mussten.

Tja, in meinem Joggingsäckchen legte ich obendrauf den roten Holunder, den ich danach in einen anderen Sack packte, jedoch habe ich aus meinem Brombeerfrühstück die einzelnen Holunder"beeren" (ist eine Steinfrucht) nicht herausgenommen.

Diese wenigen "Beeren" haben mir die Reise ziemlich unerträglich gemacht und für Peter war dies sicher auch nicht lustig, wenn da auf der Fahrt jemand andauernd erbrechen muss.

Auf der Fähre angelangt musste ich mich sofort hinlegen, denn laufen war für meinen Darm nicht das Beste, es "rumorte" um so heftiger und der Durchfall war danach das Thema.


Dr. Google hat mein Unwohlsein bestätigt, da haben wir mal wieder etwas gelernt. Der Holundergelee vom roten Holunder ist jedoch etwas empfehlenswertes! https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Holunder (Roh und unreif sind die Früchte des Roten Holunders giftig. Sie führen zu Brechdurchfall und wurden deshalb früher volkstümlich auch als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Auf jeden Fall müssen die Steinkerne entfernt werden, da das Gift der Samen nicht durch Kochen unschädlich gemacht wird.)


Das Abendessen konnte bis kurz nach 17 Uhr eingenommen werden und das wollte Peter sich nicht entgehen lassen. Kurz vor der Öresundbrücke kam ich dann dazu, trank Tee und ass etwas Glace.

Ein kurzer Spaziergang über das Deck und das war's, ausruhen, schlafen bis kurz nach 23 Uhr.

Peter frühstückte ziemlich ausgedehnt, bevor wir um 00:45 Uhr in Travemünde anlegten und bis 03:40 Uhr weiterfuhren, auf einer Raststätte anhielten und ziemlich lange schlafen konnten.

Um 10:00 Uhr starteten wir erneut, aber leider durfte Peter nicht damit rechnen, dass ich ihn beim Fahren ablösen könnte.


Durch den starken Regenfall im Raume Lochau-Bregenz-Dornbirn, waren viele Strassen gesperrt, da es Überschwemmungen hatte. Uns gelang es, diesen Staus auszuweichen und so fuhren wir nach Friedrichshafen, wo wir mit der Fähre nach Romanshorn übersetzten.

Kurz nach 20:15 Uhr waren wir zu Hause, eine nicht gerade lustige Heimreise.


Den gepflückten und eingefrorenen roten Holunder werde ich bald mal zu Gelee verarbeiten.

Eines ist sicher: Roh essen werde ich den bestimmt nicht mehr!! Gegessen war der sehr schnell, die Wirkung erfolgte rasch, aber die ganze Angelegenheit zieht sich dahin, denn ganz kuriert ist das noch nicht.


Der Skipper hat da auf alle Fälle keine Schuld, es ist keine Seekrankheit gewesen! Wenn Einer eine Reise tut, dann kann er (BIS AM SCHLUSS) etwas erzählen!


Nun wird es wieder etwas dauern, bis der nächste Eintrag kommt. Die Törnzusammenfassung benötigt noch seine Zeit.


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