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  • Moni

Multitasking an Bord

Bei einer kleinen Crew muss sich Skipper Peter an Bord der Amelia auf jeden verlassen können.

Gestern sprach er nochmals über seine letzte Crew, dass diese sehr seefest bei ruhigem Wetter ist, aber bereist bei mässigem Seegang könne es zu einem Totalausfall der Crew kommen. Dafür waren sie, kaum wieder im ruhigen Gewässer angelangt, fähig sofort ein Gourmetessen hervorzuzaubern, wie wenn nichts gewesen wäre.


In solch einer Situation hat Skipper Peter sofort umdisponiert, die gehegte Route wurde abgebrochen und ein nahegelegener Ort wird angefahren. Alle Arbeiten an den Segeln, Kurswechsel, Halsen etc. hat er selbst verrichtet. Dem kann man auch sagen Multitasking, denn muss man in solchen Fällen immer auch die Crew im Auge haben. Seekrankheit darf nicht unterschätzt werden!


Als ich an Bord gekommen bin, war ich mir nicht sicher, ob ich fähig bin, all die gewohnten Dinge überhaupt zu meistern. Ein grosser Schleier vor mir und diese Müdigkeit in mir. Ungewohnte Details auf dem Boot sah ich hingegen sofort 😆. Deshalb war mir ein Tag in Göteborg zu bleiben mehr als nur Recht gewesen!


Das Multitasking vom Skipper war dann auch gestern ein Thema.


Wir verlassen die Ankerbucht bei schönstem Wetter und fahren mit Motorstrom bei leichtem Gegenwind in südwestlicher Richtung. Die Insel Tjörn auf Steuerbord und Stora Dyrön auf der Backbordseite. Der Skipper bat mich, das Steuer zu übernehmen. Wir fahren durch die enge Passage nach Rönnäng, bei der mir beinahe das Herz auf den Boden fällt. Engpassagen und ich am Steuer, dass liebe ich überhaupt nicht.

Rönnäng lassen wir hinter uns drehen ab, dass Klädesholmen auf Steuerbord liegt und Peter setzt bald die Segel.

Kursänderung auf NNW, Westwind von 11-12 Knoten, Motor wird abgestellt und ich weiterhin am Steuer. Vor uns segeln einige Boote in selber Richtung, eine Engstelle wird kommen und ein Segler auf Gegenkurs der uns passiert kein Drama.

Kaum war der Segler vorbei, ein Anruf auf meinem Handy, den ich zwingend abnehmen muss.

Skipper Peter übernimmt das Steuer, jedoch ist er wenig später als Arzt am Telefon mehr als gefragt und dies genau in dieser engeren Kurzpassage drin (links und rechts je eine Steininsel). Das Multitasking des Skippers war über 20 Minuten mehr als perfekt! Er hatte alles sehr gut im Griff!

Bei schönstem Wetter können wir bis kurz vor den Hafen Grundsund östra segeln. Ein hübscher, kleiner Fischerort. Gepflegte Häuser, kleine Gässchen und frische Räkör können wir kaufen.

Bis vor zwei Wochen war es hier übervoll mit Booten und Touristen hören wir. Jetzt ist Ruhe eingekehrt und wir dürfen dies bei schönem Wetter geniessen.

Heute Morgen ist es trüb und nun regnet es ganz leicht. Sollen wir nun weiter oder bleiben wir nochmals da? Das ist immer noch eine offene Frage.


Der Skipper möchte noch einen Beitrag für den Blog schreiben. Das Regenwetter ist eher am Zu- als am Abnehmen.

Grundsund Hafeneinfahrt östra

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