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  • Moni

Ein Tripp mit vielen Highlights

Schönes Wetter, kaum Wind das haben wir, als wir die Leinen kurz nach 14:40 Uhr loswarfen. Die Aida liegt am Hafenterminal und bei uns sieht es auch eher als Ausflug aus. Wir diskutieren bald einmal wer diesen gebucht hat und was wir da bekommen werden. Mal schauen ob dieser „Reiseverkäufer“ was taugt.


Landschaftlich ist es erneut schön aus diesem Fjord heraus zu fahren, jetzt bei Sonnenlicht noch eindrücklicher als am Sonntag spät abends bei der Abendstimmung. Der Wind kommt im letzten Drittel vom Meer her, also direkt auf die Nase. Wir motoren, denn soll der Wind eher schwach ausfallen, was wir aus den diversen Wetterberichten wissen.

Die Leuchttürme hier in dieser östlichen Ecke sind alle orange und sehen aus wie so Rappunzeltürme, der Eine kleiner, der Andere grösser. Bei der Ausfahrt aus diesem Fjord leuchtet der Kleine schön im Sonnenlicht auf unserer Backbordseite.

Wir nehmen Kurs nord und können weitere Bergformationen bestaunen, Sunde welche in lieblicher Formation ins Landesinnere hineingehen, oder schroffe Bergkanten. Es ist eine schöne Fahrt, doch diese Dünung mit den Wellen ist doch ziemlich unangenehm.


Wir witzeln immer wieder, was wir auf dieser Fahrt alles bezahlt haben und was uns geboten werden soll.

Da kommt bald mal das Thema auf, wie es mit der Verpflegung aussieht, all inclusive oder à Discretion? Was hat uns der Reiseanbieter angedreht?

Peter spricht von Tortellini oder Risotto mit Steinpilzen, Hans von Reis mit Mango Chutney Sauce und ich hätte da etwas Kaltes gegessen. Zu all inclusive gehört ein Apèro denke ich mir und habe auch eine Idee. Thonmousse auf angetoastetem Brot, welches ich frohen Mutes in der Küche vorbereite. Das Gewell wird natürlich stärker und mein Essensgefühl weniger, was solls. Wir essen diese Vorspeise an Deck bei Sonne pur und danach ist wieder etwas Pause angesagt.

Zum Hauptgang soll es Reis mit dieser Sauce geben, aber dazu warten wir bis das kleine Cap passiert ist, in der Hoffnung, dass die Wellen kleiner werden. Ich bitte Peter zum Kochen von diesem Reis. Der Reiseanbieter hat auf diesem Boot eine Schonküche, die gelieferte Menge ist sparsam und der Koch muss nochmals etwas Nachschub machen, obwohl ich nicht viel vom Reis wollte. Mir schmeckte die Melone und war gut für meinen komischen Magen.

Auch Desserts gehört zu so einem Essen, die Herren verschlangen den Rest des gekauften Biscuitskuchen mit Äpfeln.


Skipper Peter meinte um 20:30 Uhr, wer denn bald mal schlafen gehen wolle? Schlafen bei dem Sonnenschein, da meinte Hans sofort, das ist viel zu hell zum Schlafen. Peter wollte eigentlich gehen, aber erzählte alsbald eine Geschichte nach der anderen und bei mir war es so, dass ich mich entschied besser schlafen zu gehen, obwohl die Sonne so schön war.

Kurz nach 23 Uhr stand ich auf, Peter hatte Wache, Hans döste in der Dinette.


Verpasstes Highlight: Delphine, die Peter gesehen hat für kurze Zeit.

Da bekommt der Reiseanbieter ein nicht erfüllt, das stand auf dieser Liste, dass alle diese sehen werden.


Nächstes Highlight steht bevor, die Helligkeit und die Sonnenuntergang / - aufgang Stimmung, welche weit über drei Stunden dauerte. Peter war dieses Mal am Schlafen, aber als wir dachten, dass es jetzt am Schönsten ist, haben wir Peter kurz geweckt. Das Schauspiel endete kurz nach dem Sonnenaufgang um 02:10 Uhr. Danach erlebten wir noch ca. 30 Minuten diese rot, orange, gelbe Farben am Himmel und endete mit einer Bewölkung und leichtem Regen. Peter kam und hielt Wache und Hans legte sich zum Schönheitsschlaf hin.


Schön, was gibt es da noch auf diesem Tripp? Ach ja, da soll es Wale haben. Nach der Umrundung des Cap Langanes kurz nach 05:00 Uhr war Hans, derjenige der vom Cockpit aus Wale rufte. Wir schauten und schauten und der Wal (sehr wahrscheinlich ein Buckelwal) zeigte sich in der Nähe auf der Backbordseite. Erneut etwas, was der Reiseanbieter uns zu 99 % versprochen hat.


Eine Toptour haben wir ausgewählt. Nächster Punkt steht vor uns: Polarkreisüberquerung! Den haben wir um 11:39 Uhr auch geschafft und wenig später umrunden wir auch noch den nördlichsten Festlandpunkt von Island.


Amelia nördlicher vom nörd. Polarkreis: Hut ab da hoffen wir, ob der Reiseanbieter sich dafür etwas ausgedacht hat.

Spezielles Schokoladeneis mit Birne und Schokolademuffins gibt es, dies alles im Anschein eines Polarlichts in Form einer weissen Kerze.


Diese Tour ist noch nicht zu Ende, denn sind wir noch unterwegs. Seglerisch war da nichts los, da der Motor kaum abgestellt wurde. Auf dem Plotter war einiges los in dieser Nacht. Aus verschiedenen Häfen strömten die Fischerboote kurz nach Mitternacht wie Schwärme aus und als wir um den nördlichsten Punkt waren, strömten diese Boote, meist kleine 8-10 Meter lang bei 18-22 Knoten in gleichen Strömen wieder landeinwärts. Man musste sehr gut schauen, denn sah man diese von Auge ziemlich spät. AIS ist da einfach super.


Die Landschaft an der Nordseite ist flach, immer mal wieder eine Landzunge ein Cap, steile Küstenwand, mit Leuchtturm an der Spitze. Die hohen Berge sind verschwunden. Das Wetter ist bewölkt mit einigen blauen Flecken am Himmel.

Unserem Ziel Husavik kommen wir näher.


Auf der Trackingroute könnt ihr einige Posts nachlesen und schauen wo dieser Tripp stattgefunden hat. Wer denkt, das ist etwas für mich, der muss nur bei diesem Reiseanbieter in Seydisfjördur buchen, bezahlen und einchecken. Natürlich ist alles ohne Gewähr, ob und wie die Reise stattfinden wird. Uns wurde viel versprochen und wir haben viel dafür bekommen!


Es ist jetzt 16:35 Uhr und bis wir im Hafen eintreffen werden, vergehen noch einige Stunden, neue Einzelheiten sind nicht mehr geschehen. Die Gegenströmung hat nachgelassen und liegt nur noch bei ca. 0.5 Knoten, lange Zeit hatten wir bis zu 1.2 Knoten gegen uns.

Diesen Bericht stelle ich gleich mal online, damit ihr von uns eine nördliche Erfrischung in Eure Sommerhitze bekommt.

Die Hafenankunft, weitere spezielle Begebenheiten von diesem Tripp, Fotos etc. werden folgen.


Landschaftlich hat soeben Peter etwas entdeckt, was es ist kommt dann später, denn war ich gerade dabei diesen Eintrag abzuspeichern, also schaut immer wieder mal zu uns. Wir werden noch gut 5 Stunden unterwegs sein bis wir in Husavik eintreffen werden.



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