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  • Moni

Ein langer Tag auf See

Es war gestern, als wir in dichtem Nebel von Siglufjördur losgefahren sind. Ein langer Tag ging heute um 12:00 Uhr zu Ende, als wir in Isafjördur Amelia angelegt an der Kaimauer befestigt hatten.

Wir waren alle müde, denn gestern wollte niemand wirklich ins Bett, da die Stimmungen und das Licht bei der Fahrt wunderbar schön waren. Kurz vor Mitternacht gaben ein paar Delphine ein kurzes Schauspiel, war jedoch nicht von langer Dauer.

Hans verabschiedete sich kurz nach Mitternacht, erschien jedoch bereits nach ca. 2.5/3 Stunden Schönheitsschlaf wieder, Peter legte sich um ca. 03:45 Uhr und war kurz nach 07:30 Uhr aufgestanden und meine Wenigkeit legte sich um 08:00 Uhr und 09:30 Uhr war auch ich wieder zurück.

Diese „Nacht„ ohne Dunkelheit kann man nicht beschreiben, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Von 24:00 bis kurz vor 06:00 Uhr lief der Motor, denn war das Meer glatt wie ein Spiegel. Die Farbnuancen um so schöner.

Die vielen Fischerboote welche unterwegs waren, es war wie auf einer Strasse und alle wollen sie Fische fangen. Wir würden gerne Fische kaufen, aber dies ist nicht so einfach. In den meisten Läden findet man nur gefrorene Stücke und gerne hätten wir frische.


Die Fahrt durch den Fjord nach Isafjördur war imposant mit all den Schneebergen, Lavagesteinkrater, die Papageientaucher am herumfliegen und plötzlich meinte Hans: schaut mal da hat es ein neues grün. Das Auge gewöhnt sich schnell an Kargheit, merkt sehr schnell, wenn sich daran etwas an der Farbe ändert.

Hier in Isafjördur liegen viele Boote, welche den Sprung nach Grönland machen wollen. Viele warten schon länger hier, denn die Eisberichte waren bis anhin noch nicht gut. 3 Herren (Finne, Schotte, Irländer) nehmen uns die Leinen an. Jeder ist mit seinem eigenen Boot hier und alle sind sie nicht mehr die Jüngsten (65+) , sie warten auf die Überfahrt. Nette Worte gibt es mit diesen Herren.


Mike aus Southampton war bereits 12 mal in Grönland und hat mir sogar seinen eigens erstellten Cruising Guide für Island, Färöer, Grönland und Jan Mayen zum Anschauen mitgegeben. Und bei jeglichen Fragen sollen wir einfach kommen.

Da er meine Leine abgenommen hatte, sagte er mir, dass die Rechnung kommen werde. Ich sagte ihm, ob er etwas Whisky wolle (als Schotte), er vertrage dies nicht so. Da lasse ich mir natürlich sofort etwas einfallen und gehe nach unserem Anlegen in seine Bootsnähe (er liegt im Päckchen am Boot des Irländer) und bringe ihm eine Schweizer Schokolade. In diesem kurzen Gespräch mit ihm erzählt er mir vieles. Ob Hafenmeister, Grönland, etc….. und bei weiteren Fragen sollen wir einfach diese stellen. Er meinte auch: willkommen im Club, Crazy Guy‘s kommen nach Island oder eben nach Grönland.

Wir absolvieren noch einen Spaziergang um‘s Dorf, zu den vielen Lawinenverbauungsdämme, Kaffee und etwas Süsses in der Bäckerei und wieder zurück an Bord. Das Wetter ist super schön sonnig.

Die Waschmaschine hat in dieser Zeit fertig gewaschen, Peter hängt diese draussen auf und alle sind ziemlich müde.

Deck abspritzen, kochen, essen, abwaschen, Wäsche abnehmen, Route und Wetter planen und bereits ist der Tag vorbei.

Morgen werden wir erneut aufbrechen. Der Weg führt zur Landeshauptstadt nach Reykjavik. Wann wir losfahren ist noch nicht bestimmt. Dauer ca. 1.5 Tage denke ich mir, wir werden sehen.

Wie immer schreibe ich auf der Trackingroute jeweils Kurzberichte, welche via Satellitentelefon übermittelt werden, der Eintrag erfolgt an der Stelle, wo dieser übermittelt (GPS Position).








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