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  • Moni

Auf Wiedersehen Oslo

Warmes, sonniges Sommerwetter erstrahlt am Montagmorgen. Jetzt, wo es erneut schöne Bilder gäbe, wollen wir diese schöne Stadt verlassen. Bis es soweit ist, gibt es noch ein paar Dinge zu erledigen an Bord.

Skipper Peter ist mutig und macht sich an einen Reset der beiden Plotter, weshalb denn das?


Auf der Fahrt nach Oslo, kurz nach dem Ablegen von Fredrikstad, hatten wir Probleme mit der Wegpunktsteuerung auf dem Plotter. Diese Steuerung wird benötigt, wenn man einer geplanten Route auf dem Plotter folgen möchte.

Der Autopilot meldete er habe keine Geschwindigkeitsinformation. Verschiedene Dinge hat Peter versucht, jedoch nichts half.

Da ist guter Rat teuer, wen sollen wir da kontaktieren?

Ich habe Peter geraten er solle doch dem Herr Ober telefonieren, denn er versteht die Raymarinetechnik, da kann man deutsch sprechen und es nimmt jemand am anderen Ende des Telefons ab.

Natürlich hat Peter auch unserem Raymarine Techniker in Schweden die gleichen Fragen und Fotos gesendet, jedoch bis heute ist kein Lebenszeichen einer Antwort gekommen.


Gesagt getan und so telefonierte Peter längere Zeit nach Lustenau, danach schraubte er Panels auf, kontrollierte etc., machte Fotos und sendete diese. Nochmals ein Telefon, dieses Mal hatte er den Hubert dran und dem war nach wenigen Sätzen klar woran es liegt. Er sende seine selbstgemachte Anleitung für ein Hardreset! Das tönt schon, wie wenn danach nichts mehr funktioniert.


Es ist also Montagmorgen in Oslo. Während ich Amelia vom Stadtschmutz putze, macht sich Peter etwas mulmig an diesen Hardreset; ob das nur gut kommt?

Für jeden Plotter benötigte er 3-4 Anläufe, bis das Reset angenommen wurde. Ob es dann auch funktioniert wenn wir den Hafenplatz verlassen, wissen wir erst, wenn wir die geplante Route mit der Wegpunktsteuerung abfahren werden.

Wir legen am Nachmittag bei schönstem Wetter ab und kurz darauf will Peter die Route aktivieren….. tja das ging dann mal nicht.

Erneut bat Peter mich ans Steuer und er versuchte dies und das. Der eine Plotter war statisch ohne GPS und unserem Standort, der andere war soweit gut mit allen Details. Alles wurde dann mal runter gefahren und die Naviinstrumente abgestellt, wieder eingestellt und der zweite Plotter hatte dann mal GPS, aber es waren keine AIS Signale mehr auf den Plottern.

Bei Peter war das wirklich ein Hardreset, man versteht danach überhaupt nichts mehr. Durch sein grosses Wissen und die Worte von Herr Ober, stellte er die Wegpunktsteuerung mal auf dem alten Raymarinegerät (Smartpilot) ein und…. es funktionierte.

Je länger wir unterwegs waren, funktionierte nach und nach wieder alles, wie es mal war. Die letzten Details funktionierten heute Mittwoch dann auch noch.

Fazit: Was lange ging, wurde nach langem wieder gut. Verstehen können wir nicht alles.


Dies mal etwas zur Technik an Bord. Von Vorteil ist es, wenn man etwas davon versteht oder gute Personen fragen kann. Vielen Dank nach Lustenau zu Ober‘s!!!!

Unser Weg führte uns am Montag wie geplant nur ca. 17 Seemeilen weit zu einer Ankerbucht. Zu Beginn hatten wir kaum Wind zum Segeln und danach kreuzten wir gegen den Wind bis kurz vor die Buchteinfahrt.

Wie wir merken ist dies eine beliebte Bucht, denn sind bereits einige Segel- und Motorboote am Anker. Es bläst noch ziemlich durch diese Bucht hindurch, mit der Zeit schläft der Wind dann ein und die Idylle der Landschaft kommt zum Vorschein.

Am Dienstagmorgen erwachen wir mit vielen Sonnenstrahlen und spiegelglattem Wasser in dieser Bucht.


Da muss man natürlich im frischen Nass etwas herumschwimmen und sich bei warmem Duschwasser im Heck erwärmen. Ein herrlicher Morgen, nach dem Anker auf geht es weiter.


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