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  • Moni

Insel Åstol

Innerhalb kurzer Zeit kommen so viele neue Blogeinträge, warum denn das?

Wenn wir so unterwegs sind mit längeren Schlägen, Landtouren oder was auch immer, dann fehlt die Zeit mehrheitlich um auch noch Einträge zu schreiben.


Gestern Morgen haben wir, kurz nachdem diese Racer für die Regatta ausgelaufen sind, ebenfalls Marstrand verlassen. Man könnte auch meinen wir haben Amelia 2.8 Sm weit verholt. Wir sind nur bis zur kleinen Insel Åstol gefahren, die Festung von Marstrand sehen wir sehr gut von hier aus.


Uns wurde diese Insel von einer deutschen Seglerin in Klädesholmen empfohlen. Von weitem hat man das Gefühl es sei ein kleiner Steinhaufen mit weissen Häusern und roten Dächern (Santorini angehaucht einfach ohne blau). Der Hafen ist klein und in der Hauptsaison immer überfüllt. Es habe dort eine Fischräucherei und ein gutes Restaurant, welches sie sehr schön finde.


Da wir lange über die starken Windprognosen und unsere Zeit, welche wir noch auf Amelia sind gesprochen haben, sind wir zum Schluss gekommen, dass wir keine seglerischen Heldentaten vollbringen und die kleinen Orte in der Nähe noch etwas anschauen.

Amelia war daher bereits kurz nach 11:15 Uhr bereits längsseits fest am Steg in Åstol. Wir konnten von den vielen, freien Längsseitsplätzen aussuchen. Die Insel Åstol ist wirklich sehr klein und sieht einem Atoll ähnlich.

200 Häuser stehen auf der Insel und 150 Einwohner leben das ganze Jahr noch hier. Zur Blütezeit, als der Fischfang noch das Einkommen war, waren es in etwa 500 Personen. Nachdem die Fische auch hier nicht mehr da waren (unter anderem Dorsch), mussten viele einen anderen Arbeitsplatz suchen, wie uns der Hafenmeister erklärt. https://www.vastsverige.com/sodrabohuslan/produkter/astol/


Was macht diese Insel denn so speziell? Oder was macht man denn da?


Ich beginne ganz vorne am Pier wo die Fischräucherei ist. Da gibt es wirklich super geräucherten Fisch; Makrelen oder Lachs und geräucherte Räkör und verschiedene Saucen.

Neben der Räucherei ist gleich das Restaurant bei dem sicher gut gegessen werden kann. Wir sehen viele Leute dahin marschieren. Das Hafenmeisterbüro ist auch auf dieser Seite gleich nebenan.

Ein verwinkelter Einkaufsladen der das ganze Jahr geöffnet hat! Der hat enorm viel Zeugs. Er dient als Poststelle mit den Briefkästen der Einwohner, ist auch ein Systembolaget (also kann man hier auch Alkohol kaufen) und wenn es kaum Brot hat, bäckt er schnell frisches Brot auf. Was will man mehr und alles in sehr naher Gehdistanz.

Dann gibt es auch noch das Åstol Cafe, welches einfache Gerichte auf der Karte hat und um 18 Uhr schliesst, ausser sie haben einen speziellen Anlass wie gestern. Eine Band spielte ca. bis 19 Uhr und sie boten ein Burger Barbecue an. Wie wir heute von unserem norwegischen Einhandsegler mit Hund, der nun längsseits der Amelia liegt, erfahren haben, wohnen auf der Cafeseite sehr reformierte, religiöse Leute und die Bands sind dementsprechend gewählt und auf der Fischräuchereiseite wohnen andere Leute und wenn dort ein Konzert stattfindet, dann sind diese meist rockig.

Die Fähre ist auch noch zu erwähnen, welche unter der Woche bis 00:50 Uhr ungefähr stündlich anlegt und meistens irgendwelche Materialien abliefert. Die Fähre kommt von Rönning (Insel Tjörn), Åstol und geht zur Insel Dyrön und das den ganzen Tag. Um 4:30 Uhr startet sie erneut diesen Rundkurs. Wie es am Wochenende aussieht habe ich nicht im Kopf, aber sicher wird es in etwa gleich sein.

Zu Fuss unterwegs auf der kleinen Insel da kann man immer neue Wege finden, die man noch nicht gesehen hat. Es hat einen Park mit hohen Bäumen oder einen Spielplatz, ein Outdoor Fitnesspark, ein kleines Bad mit Rutschbahn und viele kleine andere Details. Ein Stopp auf dieser Insel lohnt sich alleweil, auch wenn es nur um etwas Ruhe gehen soll.

Die Leinen sind von Skipper Peter verstärkt worden, da wir nun einen norwegischen Segler mit Hund längsseits haben.

Zu diesem Lars aus Oslo von der SY Havkatt gibt es auch eine Geschichte. Er hat vor vielen Jahren mal ein schönes, altes Holzboot gehabt verkauft hat er das an eine Werft in Radolfzell. Geografisch gesagt also zwischen dem Gnaden- und Zellersee oder grob gesagt am Untersee, seine Frau hat dort noch Verwandte. Wir staunen immer wieder wie klein die Welt ist.


Wir sind immer noch hier und was haben wir denn hier gemacht? Der starke Westwind ist gemäss Windprognosen im späteren Vormittag gekommen und pfeift herum. Langweilig ist es uns nicht geworden! Was wir gemacht haben folgt…..







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