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Fotonachtrag Husarvik und Siglufjördur

Fotos von unserem gebuchten Tripp (letzter Blogeintrag)

Sonnenlichtstimmungen: Untergang und sofort wieder Aufgang

Wir nähern uns dem Polarkreis und Polarkreiskrönungsdessert mit Polarlicht


Nach der letzten Veröffentlichung des Blogberichts war das Licht erneut speziell. Die Sonne drückte, obwohl es bewölkt war. Landschaftlich sah man links viele Bauernhöfe mit grossen, grünen Landwirtschaftsfeldern und rechts hohe Bergketten, welche bis zur Hälfte noch mit Schnee bedeckt waren.

Wir standen draussen und suchten erneut Wale, denn wie gesagt, soll es in dieser Bucht vor Husarvik viele haben. Gesehen haben wir nochmals kurz etwas, dies war jedoch schnell vorbei, dass wir nicht sagen können, was genau es war.

Im Hafen Husarvik legen wir um 21:40 Uhr bei Abendsonne an der Holzkaiwand unter Berücksichtigung von 1.25 m Gezeitendifferenz an. Vor uns liegt ein Boot mit östreichischer Flagge und das zweite Boot hinter uns ist ein Deutsches. Im Hafen selber ist noch reger Betrieb, die Walbeobachtungstouren sind aktiv. Es fahren zu dieser Zeit noch Speedboote aus und alte Fischkutterboote kommen in den Hafen zurück, vollgeladen mit Touristen. In einem Womoführer steht geschrieben, dass Fischerboote sich paaren mit den vielen Schiffen der Waltour-Anbieter ;-)


Husarvik lebt vom Waltourismus, das sehen wir auch am Tag danach. Die ersten Boote fahren bereits kurz nach 08:00 Uhr raus und das geht nonstop durch bis am Abend nach 20:00 Uhr. Wie war das wohl in diesem Ort während der Coronazeit? Ausgestorben und nichts los.


Hans erklärt uns, dass er die Leute von der „La Belle Epoque“ aus Österreich (https://fortgeblasen.at/) in Tonga bei seiner Weltumseglung kennengelernt habe. Die Leute an Bord sahen wir nicht, nur zwei Motorräder mit A – Kennzeichen standen am Steg.


Als ich ein Morgenfoto machte, las ich den Namen „Dagmar Aaen“ (https://www.arved-fuchs.de/de/) des deutschen Bootes, dieser ist mir bekannt, denn haben wir im vergangenen Winter verschiedene Segeletappen mit diesem Boot, am Fernsehen gesehen. Der Arved Fuchs mit einer gemischten Crew von 10 Personen an Bord. Er wartet mit der Crew auf den neuen Eiswetterbericht, denn seine Reise soll nach Grönland gehen (Link). Interessant was man hier im Norden von Island antrifft.


In Husavik hat es viele kleine Hotels, Guesthouses und Restaurants. Es ist für Touristen ausgerichtet und viele Leute kommen hier hin, da sie Wale beobachten wollen. Der Hafen mit all seinen alten Holzbooten ist bereits sehr sehenswert und wenn man mit so einem alten Kutter noch eine Tour buchen kann, scheint sehr beliebt zu sein.

Bei uns steht das Walmuseum auf dem Programm, welches in den Führern sehr empfohlen wird. Wir wissen nun mehr über diese Tiere, ob wir davon in Natura sehen werden ist unbekannt. Wetterglück haben wir auch, die Sonne scheint und es ist warm. Der Herr vom Hafenmeisterbüro erzählt uns, dass die Sommertemperaturen in diesem Jahr seit 30 Jahren die kältesten seien. Dies sei ungewöhnlich, denn steigen die Temperaturen bis 24 Grad an.


Für uns lacht sie und wir lachen noch mehr, als wir uns im nahegelegenen Hot Pool mit Blick auf diese schöne Bucht über 2 Stunden im warmen Wasser dämpfen lassen. Eine wahrlich super schöne Erholung und bei diesem Wetter einfach unbeschreiblich schön.

Hans trifft dann doch noch das Paar auf dem Nachbarboot und kann über die vergangene Seglerzeit austauschen. Auch dieses Paar wartet auf ein gutes Eis- und Wetterfenster, um nach Grönland zu gelangen.


Für uns geht die Zeit in Husarvik am nächsten Tag zu Ende. Der nächste Ort steht an, eine kurze Tour von ca. 45 Seemeilen. Wir hoffen, dass wir dabei Wale sehen werden. Am Anfang war es schwachwindig und wir tuckern mit Motor, schauen links und rechts, in der Hoffnung Wale zu sehen. Wir fragen uns, ob diese Touristenboote bei diesen Touren wirklich Wale im Programm anbieten können, denn wir sehen nichts!

Es kam dann Wind auf und wir können segeln. Der Cote0 wird sogar ausgepackt und gesetzt und wir rauschen bald mal über 7 Knoten vorwärts. Eine Halse müssen wir noch fahren, um danach auf direktem Weg zu diesem Siglufjördur zu gelangen. Der Cote0 wird dafür zuerst geborgen und danach segeln wir mit dem Yankee und Gross weiter. Es ist kühler, die beiden Herren stehen oben an Deck und ich war am Schreiben dieses Berichts, dann rufen sie da hat es Delfine und später plötzlich ein Wal. Hektik kam auf, ich wollte raus, Hans und Peter rein um die Film- und Fotokameras zu holen. Danach schauen wo der ist in dem Gewell und wir schauen und schauen….. die beiden Herren filmen…. Tja viel von diesem Wal ist auf deren Filmen nicht vorhanden. Nur das Wasser, welches oben rausspritzt, aber dennoch sahen wir einen Finnwal mit den Augen.


Weshalb wir nach Siglufjördur wollen ist dies, es war einmal die Hering Ortschaft von Island. Hier ist das Heringmuseum, welches wir am Sonntag anschauen möchten. Der Hafen ist klein, der Hafenmeister ist per Funk nicht zu erreichen und daher machen wir Amelia nach unserem Gusto an einem Schwimmsteg an. So müssen wir die Tyde nicht berücksichtigen. Ein Gang zum Hafenmeisterbüro (ob es das war wissen wir nicht, war keiner da) und durch den Ort, ein Stück Kuchen (obwohl bereits nach 18 Uhr) für Hans in einem Restaurant am Hafen, danach wird gekocht und kurz vor 20 Uhr gibt es das Abendessen.

Siglufjördur ist wie wenn wir Amelia an einem Bergsee angemacht hätten. Die Schneeberge sind sehr nah, zwei Skilifte sollen hier sein, viele Lawinenverbauungen oberhalb des Ortes sehen wir, Bäche welche von höheren Lagen herunter fliessen, es ist kühler geworden. Für Sonntag ist Regenwetter angesagt dies ist gut für das Heringmuseum.


Siglufjördur lebt auch von den Touristen, durch dieses Museum. Ein kleines Kreuzfahrtschiff hat am Morgen angelegt und da strömen um 09:00 Uhr zig Leute in blauen Regenjacken von diesem Schiff in Richtung Museum, welches um 10:00 Uhr öffnet. Die Geschichte zu dieser Heringfangzeit war für uns sehr spannend und lang andauernd. Das Kreuzfahrtschiff war weg und bald war wieder eine Gruppe von einem Schiff da, welches jedoch per Bus angefahren kam.


Das Wetter ist zum ersten Mal nass, nicht all zu fest, aber auf alle Fälle kalt. Nach unserem langen Museumsbesuch mussten wir zuerst etwas Warmes zu uns nehmen. Wir hatten einfach nur kalt!


Von einem Hafenmeister haben wir bis jetzt nichts gehört und gesehen. Am Montag ist erneut Start zu einer längeren Passage nach Isafjördur, für die wir in etwa 2 Tage benötigen.


Unser Vorrat an süssen Versuchungen wurde aufgestockt, ein Cake ist gerade noch im Ofen, dazu hat es von Tiramisu, Schokoladeroulade, Citronenfrischkäsemousse bis Guetzli ziemlich für jeden etwas, ansonsten machen wir wieder etwas Frisches. Nur backen geht nicht gut während Überfahrten, da die Digitalwaage sich nicht 0-en lässt, da gibt es Handgelenk x Pi oder Tassenkuchen ;-) .



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