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  • Moni

Fahrt mit Radar, erneut Strömung

Während in der Schweiz sonnig, schönes und heisses Wetter ist, erleben wir hier neblig, trübes Wetter, bei milden Temperaturen zwischen 17-20 Grad. So ist es in unserer Ankerbucht am nächsten Morgen erneut grau.

Das hindert uns nicht, dass draussen im Heck geduscht wird und noch die aktuelle Wassertemperatur getestet wird. Pflatsch und Skipper Peter ist im Wasser!

Meine Schwimmeinheit dauert da viel länger. Reinspringen geht da überhaupt nicht, dafür schwimme ich ordentlich ca. 50 m vor dem Duschen und ca. 50 m nach dem Duschen, um nachher nochmals warm abzuduschen.

Danach gibt es Frühstück mit warmem Tee, Anker auf und weiter geht die Fahrt nach Halden. Das war dann doch ein wenig zu lange im kalten Wasser, da muss aufgewärmt werden am wärmsten Ort im Boot.

Unter dem Esstisch kommt der Strahl der Auroraheizung heraus. Die Wärme der Motorkühlung wird somit ausgenützt und unsere Stube wird bei Motorstrom so aufgeheizt. Ein paar Minuten Komfortheizung links und ein paar Minuten rechts, das reicht um wieder mehr Körperwärme zu bekommen.


Der Weg nach Halden ist nicht weit, aber dennoch müssen wir uns konzentrieren. Die Fahrt mit wenig Sicht veranlasst den Skipper, dass wir wieder mal den Radar einstellen.

Wenn man das erste Bild gut ansieht, sieht man bei den Wanten ein Boot auf Gegenkurs. Dieses haben wir auf dem Plotterbild längst gesehen, denn hat dieses Segelboot kein AIS. Der kleine rote Strich auf dem Plotterbild, welcher auf Amelia in grün zeigt ist dieses Boot. Durch die Radaranzeige, haben wir diesen näherkommenden Strich gesehen und als Boot interpretiert.

Das Segelboot, welches auf der Backbordseite fährt, hat ein AIS und deshalb sieht man das, inkl. der angezeigten Fahrtrichtung.

Solche Hilfsmittel sind sehr gut und wir verwenden diese auch immer wieder. Zum Einen ist es ein Test, ob der Radar funktioniert und zum Andern ist es das Lernen und Verstehen der Radarbilder. Nur einsetzen bei dichtestem Nebel finden wir nicht so angebracht, denn bei dichtestem Nebel ist der Adrenalinpegel sonst schon höher und wenn dann der Radar nicht funktioniert…..wird es schnell ungemütlich.

Der Segler ist an Amelia vorbei (im Heck von Amelia) und ein grösseres Radarecho sehen wir Backbord voraus. Dies ist ein Motorboot. Der Segler mit AIS ist auch näher gekommen und erscheint nun in grün quer zur Amelia.


Wenig später können wir noch etwas segeln, bevor es dann in den Svinesund nach Halden geht. https://no.m.wikipedia.org/wiki/Svinesund

Der Svinesund ist die Grenze zwischen Norwegen und Schweden. Wer weiss ob wir bei der Fahrt bereits auf Schwedenboden durchgefahren sind.

Die erste Sundbrücke vor uns und die Strömung schiebt uns in dieser Engstelle bei der Brücke beträchtlich!

Die gelbe Tonne wird stark ins Wasser gesenkt und wir werden mit 2.9 Knoten unter der Brücke hindurchgeschoben.

Bei der zweiten Brücke ist es nicht mehr so stark, aber trotzdem merken wir wie es vorwärts geht.

Was ist denn das für eine Firma haben wir uns so gedacht. Dr. Google gibt uns da schnell mal Antworten dazu. Nexans ist ein Kabelhersteller, in 34 Ländern sind Fertigungsstellen und gehört weltweit zu den drei grössten Kabelherstellern.

In der Einfahrt nach Halden sieht man ziemlich viele grosse Kabelrollen herumstehen. Ein sehr grosser Arbeitgeber in dieser Region mit ca. 1600 Angestellten.


Halden erreichen wir kurz nach Mittag, der Hafen ist ziemlich leer und die Festung sieht man durch das trübe Wetter sehr schlecht.

Da gönnen wir uns doch zuerst mal etwas von dem Geschenk, welches uns der Comfortina 42 Segler aus Canada bei seinem Abschied in der Vindö Marin Anfang Juli geschenkt hat:

Wir machen von dieser Pancakemischung und dazu den echt canadischen Ahornsirup!

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